Wie ich wurde, was ich bin: Mein turbulenter Weg zur Gründerin einer Entspannungs-Akademie

Hier ist es also: mein turbulentes Leben in 18 Punkten. Hier ist auch alles dabei: Ein Fast-Schulabbruch (2 mal), ein manifestiertes Praktikum, eine männerdominierte Arbeitswelt, "moderner Sklavenhandel", die Entdeckung der Psychologie, ein Herzinfarkt, das Leben eines Traums und so viel mehr. Also schnall dich an, es wird wild!

Frau mit zwei Büchern in der Hand

1. 1990: Frau Metz hat an mich geglaubt

Dank meiner Grundschullehrerin Frau Metz durfte ich nach der 4. Klasse meine Traumschule besuchen. Ein reines Mädchengymnasium, in der Nonnen unterrichteten. Fragt mich bitte nicht, was sich mein 11-jähriges Ich dabei gedacht hat. Meine Mutter, sowie meine Oma hätten mich lieber auf der Realschule gesehen, denn: "In unserer Familie war doch noch nie jemand auf dem Gymnasium!" Was soll man dazu sagen? Vielleicht einfach nur: Danke, Frau Metz! Zum ersten Mal habe ich da realisiert, dass ich mit dem Abschluss Abitur, ALLES werden kann, was ich möchte und JAAAA, ich wollte unbedingt Ärztin oder Tierärztin werden.


2. 1993: Von richtig streng zu easy peasy

Nach der siebten Klasse bin ich vom Land in die Stadt gezogen und habe die Schule gewechselt. Endlich Jungs in der Klasse! Endlich "normale" Lehrer. Endlich ein "normales" Gymnasium. Der Vorteil war auch, dass mir in der 8. Klasse alles total leicht gefallen ist, da ich die Themen schon in der 7. Klasse durchgenommen hatte. Besonders Latein, meine 2. Fremdsprache war richtig easy peasy. Ich glaube, da ist dann mein Traum von einem Medizinstudium noch mehr in den Fokus gerückt.

Fünf Mädchen, die Geburtstag feiern und lachen
Mein 11. Geburtstag - noch auf der Mädchenschule


3. 1997 - 1999: Mittlere Reife, Fachabi oder Abitur?

Kennst du das auch? Die besten Freunde verlassen nach der 10. Klasse das Gymi und gehen in die Lehre und verdienen sogar schon Geld! Das gleiche dann auch wieder nach der 12. Klasse. Da fiel es mir ganz schön schwer, den Fokus bei der Schule zu halten. In der Oberstufe habe ich mich echt durchkämpfen müssen. Deswegen war auch schon nach der Q1 klar, dass ich NIEMALS den NC für ein Medizinstudium bekommen werde. Ich habe mich da schon von der Idee, Ärztin zu werden verabschiedet. Und Tierärztin kam nach einer Doku über Landtierärzte, die Kühe rektal untersuchen mussten, auch nicht mehr in Frage 😅


4. 1999: BWL? Was ist das? - Touristik? Hört sich gut an!

Ich wusste lange Zeit nicht, was ich eigentlich nach dem Abi machen möchte. Irgendwas mit Fremdsprachen, das war klar. Durch Zufall habe ich dann eine Infoveranstaltung der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach besucht, auf der man BWL mit dem Schwerpunkt Touristik studieren konnte. Für mich war klar: Touristik = Reisen = Fremdsprachen = ok, das mach ich! Leider handelte es sich hierbei um eine private Schule, an der ich ein Auswahlverfahren durchlaufen musste und nur die 25 besten an der Schule auch angenommen wurden. Ich glaube hier habe ich das erste Mal bewusst manifestiert, denn ich wollte UNBEDINGT auf diese Schule (vielleicht auch, weil ich nicht wusste, was ich sonst machen sollte). Leider konnte ich mit BWL so gar nichts anfangen und die Auswahlprüfung war schon sehr wirtschaftlslastig. Aber: Ich habe es geschafft, ich durfte im Juni 1999 anfangen, dort zu studieren.


Banner mini Ratgeber: endlich einfach einschlafen

5. 2000: Die männerdominierte Anzug-Welt

Da es sich um ein Duales Studium handelte, gehörte auch ein begleitendes Praktikum dazu. Mein erstes Praktikum sollte ich bei der Firma Vodafon absolvieren. Nach kurzer zeit wusste ich allerdings schon, dass ich dort nicht mehr hingehen werde. Diese männerdominierte Anzug-Welt und ihre Vibes waren mir einfach zu viel. Ich wusste: Das will ich nicht und kann ich auch nicht. Hier zeichnete sich schon ab, dass diese Anzug-Welt nicht meine Welt ist. Nach dem 2. Tag hat mich dort keiner mehr gesehen.


6. 2000: Endlich angekommen. Mein manifestiertes Praktikum

Ich habe dann alles dafür getan, endlich mein Herzens-Praktikum zu finden. Manifestieren hat mir hierbei schon wieder geholfen. Ich habe es mir herbei gewünscht. Und es kam: In Form eines Abenteuer-Reiseveranstalters, bei dem ich dann auch meine restlichen Praktika absolvierte und während der Studienzeit auch aushilfsweise arbeitete. Hier wusste ich am ersten Tag: JA, genau DAS will ich, DAS ist genau meins.


7. 2002: DIE hat die beste Diplomarbeit?

Zum Abschluss des Studiums wurde der/die mit der besten Diplomarbeit während der Abschlussfeier geehrt. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ICH das werden würde. Ich war zwar nicht schlecht im Studium, aber es gab sicherlich bessere. Umso geschockter war ich auch, als ich plötzlich meinen Namen hörte und nach vorne gebeten wurde. Auf dem Weg dorthin hörte ich den Satz: "DIE hat die beste Diplomarbeit?" Ja, ich konnte es auch kaum glauben.


Abschlussfeier des Studiums. Junge Frau wird für die beste Diplomarbeit geehrt
Meine Ehrung zum Ende des Studiums

8. 2003: Endlich ins Ausland... nichts kann mich aufhalten! Oder doch?

3 Monate Praktikum in Südafrika, danach 6 Monate auf die AIDA (zum Arbeiten), dann als Volunteer ins Disney Land in den USA. DAS waren die Pläne. Hier passt allerdings das Zitat: "Das Leben ist das, was passiert. während man Pläne macht". Kurz vor der Umsetzung kündigte sich Besuch an. Und zwar von jemandem, die geplant hatte, etwas länger zu bleiben. Ich wurde schwanger mit meiner 1. Tochter.


9. 2003-2006: Ich bin Mama!!! Und allein erziehend

An Weihnachten 2003 kam mein persönliches Christkind in Form meiner Tochter auf die Welt. 2005 folgte dann meine zweite Tochter. Für mich war die Mutterrolle das Größte der Welt. Ich ging total darin auf. Sogar so sehr, dass ich ab 2007 die beiden Mäuse größten teils allein erziehen, oder besser: allein begleiten durfte. Das war nicht immer so leicht, aber ich denke, diesen Job habe ich richtig gut gemacht (zumindest sagen das meine Mädels heute).


Junge Frau mit ihren beiden kleinen Töchtern
Meine beiden Mäuse und ich

10. 2007: Back to the business - moderner Sklavenhandel?

Als alleinerziehende Mutter kannst/darfst du nicht den Anspruch haben, den Traumjob zu finden. Da musst du nehmen, was kommt - das war lange Zeit mein Glaubenssatz. Irgendwie rutschte ich in die Personaldienstleister-Branche, auch Zeitarbeit genannt. Hier hatte ich die Aufgabe, Arbeitskräfte zu vermitteln, Firmen zu überzeugen, dass Zeitarbeit das einzig Wahre für sie ist und Beschwerden von Mitarbeitenden zu managen. Ich nenne es gerne scherzhaft moderner Sklavenhandel, obwohl es für viele Arbeitenden eine super Chance ist, wieder ins Berufsleben zu finden.


11. 2013: Alles holt dich irgendwann ein

Irgendwann ging es einfach nicht mehr. Ein anstrengender Vollzeitjob mit jeder Menge Konkurrenzkampf und Umsatzdruck, zwei Kinder, die ihre absolut verdiente Aufmerksamkeit einforderten und eigene Bedürfnisse, die viel zu kurz kamen. Das war eine explosive Mischung, die in den Anfängen eines Burn-Outs endeten. Also kam der radikale Cut - ich kündigte meinen richtig gut bezahlten Job und hatte erstmal: NICHTS.


Portrait von einer jungen Frau mit Business-Jacket
Wieder zurück im Business-Kostüm

12. 2013: Psychologie ist schon was Feines

Dieses NICHTS habe ich aber auch gebraucht, um mir nach sehr vielen turbulenten Jahren klar zu werden, was ich will. Nach einem Selbstfindungsprozess stand für mich fest: Psychologische Themen sind genau mein Ding. Also begann ich zunächst, Psychologie zu studieren. Nach 2 Semestern war mir allerdings klar, dass ich mit den zahlreichen statistischen Themen und mathelastigen Inhalten nicht zurecht komme. Die Alternative war eine zwei-jährige Ausbildung zur psychologischen Beraterin, die mir einfach nur Spaß gemacht und mich sehr erfüllt hat.


13. 2014: Wie der Schmerz mir den Weg wies

Durch diese Ausbildung bekam ich wieder den Schwung, mich um meine Migräne zu kümmern, die mich schon seit der Jugend begleitet. Auf einem Präsenzseminar lernte ich eine Entspannungstrainerin kennen, die mir das Autogene Training empfahl. Ich hatte diese Methode schon einmal in meiner Kindheit/frühen Jugend kennengelernt, jedoch nie richtig erlernt. Ich startete den Versuch und empfand das AT als sehr effektiv. So kam es also, dass ich mich für weitere Entspannungsmethoden interessierte und als gute Ergänzung zur psychologischen Beraterin eine Ausbildung in diesem Bereich noch zusätzlich absolvierte.


14. 2015: Wie ein Workshop mir die Augen öffnete

Nach meinen beiden Ausbildungen arbeitete ich endlich in meinem 💜-Bereich. Ich machte mich selbständig und beriet Frauen mit Mehrfachbelastungen dahingehend, wie sie ihr Leben gesünder und besser organisieren können. Bei einem Workshop mit Frauen und ihren Kindern habe ich gesehen und gemerkt, wie gut auch das Entspannungstraining bei den Kids ankommt, es jedoch wenig bis gar keine Angebote oder Konzepte für Kinder gibt. Das musste sich ändern!


15. 2016: Die absolute Erfüllung

Neben meiner Selbstständigkeit als Coach entwickelte ich ein Entspannungs-konzept für Kinder mit spielerischen und kindgerechten Übungen. Diese verpackte ich in super schöne Kurse für Kids zwischen 4 und 11 Jahren. Hierin habe ich meine Erfüllung gefunden: den Kindern (und auch den Eltern) zu helfen, ein gesundes, gelassenes, entspanntes Leben zu leben. Ihnen inneren Mut und Stärke zu vermitteln und mit ihnen ihr Selbstbewusstsein zu stärken war und ist für mich die absolute Erfüllung.


Karte mit der Aufschrift: Glückskeks Entspannung für Kinder
Vorderseite meines ersten Flyers

16. 2021 Wie ich durch Corona einen meiner Träume verwirklichte

Und dann kam Corona. Hier brach erstmal alles zusammen. Meine Kurse, die gerade dabei waren durch die Decke zu gehen, das (Schul)Leben meiner Kinder, die mittlerweile ihre Jugend voll auskosten wollten... einfach gefühlt alles! Nach einer anfänglichen Orientierungsphase habe ich mich dazu entschlossen, nach langem Kampf mit mir selbst, das Thema Social Media anzugehen (Contentängst lässt grüßen).

Das größte Projekt waren aber meine zwei Traumreisen-Bücher, die ich in dieser Zeit geschrieben habe. Mehr über meine Social-Media-Überwindung und meine Bücher findest du in meinem Jahresrückblog 2021 <<KLICK>>.


Nähere Infos zu den Büchern findest du hier <<KLICK>>


Zwei Bücher mit Traumreisen vor schönem Strandbild. Sie tragen den Titel  Du - die kleine Meerjungfrau und D- der kleine Drache
Meine beiden Traumreisen-Bücher 💜

17. 2022: Herzinfarkt - vielen Dank liebes Schicksal

Am 07.02.2022 wurde ich mit schweren Schmerzen in der Brust per Rettungswagen in die Klinik gebracht und notoperiert. Die Diagnose: Herzinfarkt und eine daraus resultierende Koronare Herzerkrankung - chronisch! Das bedeutet: für´s ganze restliche Leben Tabletten schlucken. Na vielen Dank liebes Schicksal! Oder wie es der Arzt am nächsten Tag bei der Visite formulierte: "Da sind sie ja dem Tod nochmal von der Schippe gesprungen." Puh, das musste ich erstmal verarbeiten. Es folgte eine 2 monatige komplette Auszeit und 5 Woche Reha.



Frau im Krankenbett auf der linken Seite und Frau vor einer Reha Klinik lächelnd auf der rechten Seite
Im Krankenhaus und wieder fit nach der Reha

18. Heute: Lebe deinen Traum

Während meiner Reha wurden mir sooo viele Dinge klar. Eines davon war, dass mir bzw. uns allen NUR DIESES eine Leben zur Verfügung steht. Meine großen Fragen waren während der ganzen Zeit: Was soll bleiben von mir? Welchen Impact möchtest du hier auf dieser Erde haben? Was ist meine Bestimmung?

In der vorletzten Woche meiner Reha wurde mir schlagartig klar, dass ich eine Akademie gründen möchte und zwar nicht erst in ein paar Jahren, sondern JETZT direkt, wenn ich wieder zu Hause bin.


Von einer Akademie habe ich immer geträumt. Die Themen Entspannungstraining und Stressprävention für Kinder war ja schon längst mein 💜-Thema. Das Wissen, das Konzept und meine Erfahrungen hier weiterzugeben, so dass möglichst viele Menschen, egal ob Fachkräfte oder Eltern, so viele Kinder wie möglich unterstützen können, das ist meine große Mission.


Ich weiß nicht, wo dieser Weg mich ganz genau hinführen wird, aber ich weiß, dass es sich richtig und gut anfühlt - endlich angekommen bei meiner großen Vision, bei meiner Bestimmung.


Ich freue mich sehr, wenn ich dich in der Akademie ein Stück auf deinem Weg begleiten darf. Mein Ziel ist es, dir hier einen entspannten Ort zum Austausch mit anderen Fachkräften und/oder Eltern zu ermöglichen und dir das notwendige Wissen zu vermitteln, dass auch Du (deine) Kinder in eine entspannte und gesunde Zukunft begleiten kannst.


Deine Sabine

Logo mit der Schrift Happy Kids Akademie Workshops, Seminare, Ausbildungen




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